Tu es oder tu es nicht…

Das sagt der Jedi-Meister Yoda in StarWars zu Luke Skywalker, als dieser nach einer missglückten Übung mault, dass er doch sein Bestes versucht.
Was meinte Meister Yoda bloß damit, dass es kein Versuchen gibt?

Vielleicht, dass das Versuchen automatisch die Möglichkeit des Scheiterns beinhaltet und dass mein Vorhaben deswegen unter einem schlechten Stern steht?
Oder sagt mir dieser Spruch, dass ich mich auf das konzentrieren soll, von dem ich mir sicher bin, dass ich es bewältigen kann?
Oder sagt mir der Spruch vielleicht, dass das “Versuchen” etwas für Träumer oder Verlierer ist, die sich nicht trauen, das zu tun, was notwendig ist?
Man kann in diese paar Wörter eine Menge hineininterpretieren. Deswegen mag ich diesen Spruch von oben, weil man so wunderbar darüber philosophieren kann.
Ich weiß heute immer noch nicht genau, was Yoda nun genau mit dem Spruch gemeint hat. Aber ich kann sagen, was ich persönlich mit dem “Versuchen” und was ich mit dem “Tun” verbinde.
Etwas nur zu versuchen, das riecht nach Angst, es klingt kraftlos, nach offen gelassenen Hintertüren, nach inneren Konflikten, nach Unentschlossenheit und nach Zweifeln.
Aber etwas zu tun oder etwas nicht zu tun … das ist mutig, ehrlich und kraftvoll, das ist gelebte Entschlossenheit und zeigt Klarheit.
“Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.”
Entscheide Dich. Für den einen oder den anderen oder auch gar keinen Weg. Einfach nur – entscheide Dich!
“End”-”Scheidungen” “ent”-”wickeln”; bringen Klarheit und damit die Möglichkeit von Wachstum.
Versuche setzen Enscheidungen voraus – Entscheidungen jedoch, bedürfen keiner Versuche. Zwar vermögen Versuche (oder vielmehr deren Ergebnisse) neue Entscheidungen auszulösen – doch der Anfang von Allem ist eine Entscheidung. Und diese kann zufällig, bewußt, unbewußt, wie auch immer, getroffen werden/worden sein.
Je mehr Du weißt, umsomehr weißt Du, das Du eigentlich gar Nichts weißt. Also verliere Dich nicht in ziellosen Versuchen der Objektivierung, sondern entscheide Dich. Subjektiv und auf Deiner Basis. Heute, Morgen, immer und immer wieder. Auch und gerade beim Hundertraining, denn unsere Hunde sind so feinfühlig und registrieren sofort die Kraft und Entschlossenheit unseres Tuns. Je weniger ich versuche, desto entschlossener tue ich und habe mehr Ruhe, Gelassenheit und Erfolg im Training.
So sehe ich das……. Wie seht ihr das?

Esther

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